Gäste-WLAN im Hotel – 6 Dinge, die man beachten muss

Heutzutage ist Gästen das WLAN im Hotel fast wichtiger als das heiße Wasser in der Dusche. Daher ist es essentiell, seinen Gästen einen einfachen, schnellen und sicheren Zugang zum Internet zu gewähren. Hier sind 6 Dinge, die man für das bereitgestellte WLAN in einem Hotel oder einer Pension beachten muss:

1. WLAN-Abdeckung:

Meistens genügt die WLAN-Reichweite von einem einzelnen Router nicht, um ein komplettes Hotel abzudecken. Um die Reichweite zu vergrößern gibt es drei Optionen:

  1. Repeater: Ein Repeater, auch Verstärker genannt, empfängt das WLAN-Signal des Hauptrouters drahtlos und sendet es mit voller Stärke wieder aus. Dies empfiehlt sich allerdings nur für bis zu 3 Repeater, denn danach wird es oft merklich langsamer und teilweise instabil.
  2. Access Points: Access Points sind im Grunde das gleiche wie Repeater. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass sie das Internet über ein Netzwerkkabel vom Hauptrouter bekommen.
  3. Power-LAN, D-Line oder Powerline: Dies ist eine Technik, mit der man ein Netzwerk über die elektrischen Leitungen im Haus aufbauen kann. Dafür brauchen keine extra Netzwerkleitungen gelegt zu werden und es können Access Points einfach über die Steckdosen verbunden werden. Ein sehr beliebter Powerline Adapter ist beispielsweise dieses Modell von TP-Link. Da es jedoch besonders bei älteren Gebäuden mit alten Leitungen zu Problemen kommen kann, sollte die Funktionalität vorher getestet werden.

Grundsätzlich funktionieren alle Repeater, Access Points und Power-LAN Adapter mit der Beschützerbox. Ab 20 Hotelzimmern empfiehlt es sich jedoch, mit besonders leistungsstarken Access Points zu arbeiten. Sehr beliebt sind dafür die Access Points von Ubiquiti. Mehr zu den 3 Varianten und den Vor- und Nachteilen stellen wir hier vor.

2. Bandbreite:

Wieviel Bandbreite der Internetanschluss Ihres Hotels benötigt, kommt auf Ihre Gäste und deren Surfverhalten an.

Ein paar Richtwerte: Youtube in 1080p, also in Full HD, benötigt ungefähr 3-4 MBit/s um es ruckelfrei abzuspielen. Nachrichtenseiten, Whatsapp und selbst Skype-Anrufe benötigen nur einen Bruchteil davon. Hierfür kommen Sie selbst mit einem halben MBit/s pro User gut klar. Nach der Formel können Sie mit 20 MBit ca. 30 Gäste bedienen.

Wenn Hotelgäste sich beschweren, dass das Internet langsam ist, liegt das nicht immer an der Bandbreite. Häufig ist der Ping, also die Latenz oder Verzögerungszeit das Problem. Schlechte Router und schlechte Access Points können ebenfalls für Instabilität sorgen.

Ein Knackpunkt für viele Hotels in Urlaubsgebieten ist der Internetausbau selbst. Denn dieser lässt selbst heutzutage vielfach noch zu wünschen übrig. Wenn Sie z.B. nur 6 MBit/s zur Verfügung haben, ist es natürlich ein Problem, wenn sich  30 Gäste dazuschalten. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, das Gäste-WLAN zu drosseln. Das geht mit verschiedenen Routern.

3. Rechtssicherheit:

Zwar ist die Störerhaftung abgeschafft, aber das neue Telemediengesetz sieht vor, dass illegale Seiten gesperrt werden: Stichwort Sperrpflicht. Wenn Sie zu 100% abgesichert sein wollen, empfiehlt es sich, weiterhin auf eine Hotspot-Lösung zu setzen.

4. Einfacher Login:

Der Login sollte für Ihre Gäste so einfach wie zu Hause sein, damit sie sich bei Ihnen wohlfühlen. Heutzutage ist es schlichtweg nicht zeitgemäß, komplizierte Logins zu haben. Deswegen versuchen Sie im besten Fall, es Ihren Gästen so einfach wie möglich zu machen, sich einzuloggen. Das sorgt für einerseits für weniger technische Probleme und vorallem für zufriedenere Gäste.

5. Gratis Wlan:

So verlockend es sein mag, mit dem Internetangebot Geld zu verdienen: Bieten Sie den Internetanschluss gratis an. Gerade bei den jüngeren Generationen ist dies von großer Bedeutung und die Hemmschwelle, Geld für einen WLAN-Zugang auszugeben, liegt sehr hoch.

6. Sicherheit der Gäste und des eigenen Netz:

Hotel-WLANs können Ziel von Hackerangriffen werden. Deswegen solltet Sie darauf achten, WPA2 Verschlüsselung für Ihr Netz zu aktivieren. Auch die Client Isolation sollte eingeschaltet sein, damit Ihre Gäste sich nicht untereinander im Netzwerk sehen können.

Vom Wlan profitieren

Durch die einfache Verbindung beim Login ins WLAN, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Gäste direkt für Sie online werben zu lassen. Zudem könnten Sie Ihre Gäste fragen, ob alles in Ordnung ist und daraufhin zufriedene Gäste direkt bitten, Sie online zu bewerten.
Dafür ist Social-WLAN sehr interessant, denn so können Sie kostenlose Social Media Werbung schalten, wenn sich Ihre Gäste einloggen.

Wenn Sie sich dafür interessieren, Ihr WLAN als automatisches Marketingtool zu nutzen, sollten Sie sich unser Produkt Targetbox anschauen.

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